Die geheimnisvollen Zwillinge der Elektropolis

Am Ende des 19. Jh. blies die Berliner Industrie noch einmal zum großen Aufbruch, die zweite Randwanderung begann. Die Neugründungen von Siemens und der AEG, im gleichen Jahr 1897 entstanden, entwickelten sich zu Zwillingen, an der Unterspree die spätere Siemensstadt und an der Oberspree Oberschöneweide. Beide Konzerne schufen hier bis zum Ersten Weltkrieg zwei heute denkmalgeschützte Industrielandschaften am Ufer der Spree, wie sie für die Elektropolis Berlin so überaus charakteristisch waren.

Die Zwillingsstädte der Elektropolis

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Vom Kabelwerk zur Denkfabrik

Anders als die Siemensstadt erlebte der größte Industriestandort im Osten Berlins mit der Wende den totalen Zusammenbruch. In den ehemals von der AEG begründeten Werken wie dem Transformatorenwerk TRO, dem Kabelwerk KWO, dem Werk für Fernsehelektronik WF und anderen verloren innerhalb kürzester Zeit 25.000 ihren Arbeitsplatz. Aus Oberschöneweide drohte „Oberschweineöde“ zu werden. Erst mit dem Einzug der Berliner Hochschule HTW in das Kabelwerk ist nun eine Zukunft auch hier wieder möglich.

Das AEG-Kabelwerk am Ufer der Spree, 1897

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Wo ist der Rote Wedding geblieben

Der Rote Wedding hieß nicht umsonst so. Politisch war der bekannte Arbeiterbezirk in den Zwanziger Jahren von Sozialdemokraten und Kommunisten geprägt, in den Mietskasernenvierteln hausten die Arbeiter direkt neben den Fabriken. In der Nachkriegszeit hat gerade der Wedding eine Umwandlung erfahren, wie sie totaler kaum sein konnte. Die Arbeit ist verschwunden und mit ihr die Arbeiter auch. Eine neue Bevölkerung hat sich mit ihren neuen alten Problemen in den Neubauten des Wedding angesiedelt.

Aufmarsch des Roten Frontkämpferbundes, 1929

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